Fast bei jedem Online-Shopping-Kauf wird am Ende des Bestellungsvorgangs die Frage gestellt: Wie möchten Sie zahlen? Per Nachnahme, Vorkasse, Rechnung, Kreditkarte, Bankeinzug oder Ratenzahlung?
Wie ist das aber genau mit der Ratenzahlung? Lohnt es sich für mich bereits, ein Kleidungsstück für 8,65 Euro im Monat 12 Monate lang abzubezahlen? Oder macht das erst bei größeren Anschaffungen, wie in Flachbildfernseher, einer Sauna, einer Wärmekabine, oder einem Laptop Sinn? Schließlich gibt es momentan verlockend viele Angebote aus diesen Bereichen.
Zuerst allerdings zu der Begrifflichkeit an sich: Ratenzahlung meint, dass Gläubiger und Schuldner sich darauf einigen, dass durch eine ratenweise Zahlung die Schuld beglichen wird. Eine Rate setzt sich zusammen aus der Tilgung und den anfallenden Zinsen.
Einige Unternehmen locken sogar mit 0%-Finanzierung bzw. mit nur wenigen Zinsen. Allerdings wird derzeit immer wieder davor gewarnt, sich auf Ratenzahlung einzulassen. Ein Beispiel, Sven (24):
„Bei dem Hersteller XY habe ich auf Raten einen Laptop gekauft und wurde gewaltig abgezockt. Die Bank, die für den Hersteller die Raten einholt, verrechnet so hohe Zinsen und Bearbeitungsgebühren, dass ich am Ende 250,00 Euro mehr gezahlt habe für diesen Laptop. Der Hersteller weist natürlich nicht ausdrücklich darauf hin, wie die Ratenzahlung von statten geht.“
Viele sind sich den Kosten, die mit Ratenzahlung verbunden sind, nicht bewusst. Daher heißt es stets das Kleingedruckte zu lesen, um auf der sicheren Seite zu sein. Falls Sie das Gefühl haben, Sie wurden über den Tisch gezogen, dann setzen Sie sich mit der Verbraucherzentrale in Verbindung.
Natürlich ist Ratenzahlung vor allem für junge Menschen von Vorteil: In der heutigen Zeit kann es sich schließlich noch kaum jemand leisten, größere Anschaffungen bar zu bezahlen. Junge Leute, die ihren ersten Hausstand gründen, sehen in der Ratenzahlung eine Chance, doch zu ihren Traummöbeln oder zu ihrer Heim-Sauna zu gelangen. Man muss sich aber bitte über die Zinsen bewusst sein. Auch wenn sie zunächst gering scheinen, muss man die Dauer der Laufzeit natürlich mit berechnen. Der Idealfall ist nach wie vor: Sich die Wärmekabine oder den Flachbildschirm einfach auf einen Schlag zu bezahlen. Aber das können sich immer weniger Menschen leisten.